Natalie Tajdel
Borgloh
1.500 m²
Landhausgarten
@tashas_garten
In Borgloh, einem kleinen Ort in Niedersachsen, liegt ein Garten, der sich jeder Konvention entzieht. Bei Tasha darf Natur noch Natur sein. Alles scheint sich ganz organisch entwickelt zu haben. Und doch steckt in jeder Ecke ein Hauch Persönlichkeit, ein liebevoller Gedanke oder eine charmante Eigenwilligkeit.
Wer den Hof betritt, fühlt sich sofort in eine andere Welt versetzt. Gerade noch rauschte man durch das belebte Dorf und plötzlich liegt hier, umgeben von Maisfeldern und Kuhweiden, ein Ort der Stille. Noch bevor man das Fachwerkhaus erreicht, wird man von Arti, dem schwarzen Briard der Familie, schwanzwedelnd begrüßt.
Hinter dem imposanten Haus eröffnet sich ein Garten, der fast märchenhaft wirkt: weiße Annabelle Hortensien ragen bis über Kopfhöhe, ein Kirschbaum mit angelehnter Leiter lädt zum Pflücken ein, Rosenbögen rahmen den Blick und ein weißer Kiesweg führt weiter hinein ins Grüne. Es ist ein Garten, der nicht auf den ersten Blick alles preisgibt, sondern seine Schönheit Stück für Stück offenbart.
Von der großzügigen Holzterrasse hinter dem Haus öffnet sich der Blick in eine Weite, die man in dieser Form nur auf dem Land findet. „Hier kann man atmen“, sagt Tasha. Genau hier sammelt sie Kraft für den Tag.
Tasha lebt mit ihrem Mann, ihrem Teenagersohn und der Schwiegermutter, die den vorderen Teil des Hauses bewohnt, auf diesem Hof. Vor sechs Jahren zog die Familie aus der Stadt aufs Land. Das Leben im Grünen hat für Tasha mehr verändert, als sie erwartet hätte.
Der Garten wurde schnell zu ihrem Herzensprojekt. Nicht akkurat, nicht kontrolliert, sondern wild, lebendig und ehrlich. „Mein Garten ist wie mein Kopf“, sagt sie lachend. „Ein bisschen chaotisch, aber warm und offen.“ Dass Unkraut hier wachsen darf, ist kein Zufall, sondern ein klares Statement. Chemie kommt ihr nicht in die Erde. Am liebsten streift Tasha barfuß durch ihr grünes Reich, meist mit einer Schere in der Hand, um sich spontan ihre eigenen Sträuße zu binden.
Nach Feierabend sitzt sie gerne mit ihrem Mann auf dem grünen Manifesto Celante Gartensofa, das halb versteckt zwischen Stauden und Annabelle-Hortensien steht. In der Hand ein kühles Bier, im Blick die untergehende Sonne.
Die große Terrasse ist mehr als ein Ort zum Sitzen. Sie ist Bühne für Sommerabende mit Bekannten und der Familie. An der Esstischgruppe wird gelacht, gegessen, gefeiert. Es sind diese spontanen, echten Momente, die Tasha liebt. Ganz neu im Garten ist auch eine Hollywoodschaukel. „Ich habe sie mir gegönnt, um mich einfach mal wegzuschwingen“, erzählt sie. „Nach einem stressigen Tag ist das besser als jeder Wellnesstempel.“
Dass sie mit ihrem Garten viele Menschen inspiriert, war anfangs nicht geplant. Doch durch ihre Makrofotos auf Instagram wurde ihr ganz persönlicher Rückzugsort schnell zum virtuellen Treffpunkt.
Unperfekt, natürlich, voller Überraschungen – Tashas Garten ist kein Designprojekt, sondern ein gelebtes Stück Freiheit. Und wer einmal auf ihrer Terrasse stand, versteht sofort: Hier ist nichts inszeniert. Hier wächst das Glück ganz von allein.
Haben Sie auch einen schönen Garten, gemütlichen Balkon oder eine beeindruckende Dachterrasse? Vielleicht nehmen wir in der nächsten Gartenstory einen Blick hinter Ihre Gartenpforte. Melden Sie sich an!